Weil es nicht nur das Leben sondern auch der Fußball mit der Gerechtigkeit nicht so genau nimmt, erreichen Vereine manchmal Ziele, die sie eigentlich nur aus weiter Ferne betrachten dürften.
Borussia Dortmund hat in dieser Saison kaum ein überzeugendes Spiel abgeliefert. Leblos und nur mit einer gewissen Effektivität hat sich das Team von Thomas Doll durchgewurschtelt und es ist dafür in der Bundesliga immerhin da angekommen, wo es hingehört – im Niemandsland der Tabelle. Viel Geld hat man wieder einmal in neue Spieler investiert und dabei mit Ausnahme von Mladen Petric doch fast nur Nieten gezogen. Trotzdem darf man bald wieder im internationalen Geschäft mitmischen. Denn als DFB-Pokal-Finalist gegen die als Champions League-Teilnehmer feststehenden Bayern bekommt man eben dieses Privileg zugesprochen. Eigentlich ja auch eine schöne Regel, die ab und zu sogar Zweit- und Drittligisten auf die europäische Bühne katapultiert. Doch bisher hatten die meisten Mannschaften diese Belohnung irgendwie verdient. Bei den Dortmundern steht man ratlos davor, und fragt sich, warum da ein Verein so viel Lohn für so wenig Leistung erhält.
Nun werden sie das Finale in Berlin aller Voraussicht nach verlieren, aber einen Titel können sie sich wohl trotzdem auf die Fahne schreiben. Sie dürften als ungerechtester UEFA Cup-Teilnehmer aller Zeiten in die Geschichte eingehen.
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