Es ist immer etwas ganz Besonderes, wenn die Reds gegen die Blues antreten. Beim letzten Mal war es sehr, sehr knapp. Die Entscheidung fiel erst am grünen Tisch für die Reds, obwohl die Blues eigentlich mehr vom Spiel hatten. Aber das Spiel ist eben kein Wunschkonzert. Die Reds haben eine schwere Saison hinter sich. Vor allem auswärts hat man nie so richtig ins Spiel gefunden, obwohl man sich gerade dort sehr viel vorgenommen hatte. Vielleicht lag es daran, dass der Coach, das Team mit dem höchsten Altersdurchschnitt ins Rennen schicken musste. Erstaunlicherweise zeigten sich massive Probleme gerade in der traditionell starken Defensive der Reds.
Auch die Auftritte der Blues haben nicht immer überzeugt. Zu statisch, meist zwar solide, aber glanzlos. Gerade bei den ausländischen Fans sind die Blues aber unglaublich populär. Heinz, der Hoffnungsträger im Mittelfeld könnte ist der Aktivposten der blauen „Meister der Herzen“. Von ihm könnte vieles abhängen.
Kurz nach dem Anpfiff kommen die Reds erwartungsgemäß stark über rechts. Viele Angriffe laufen über den Kapitän, der unermüdlich das Heil in der Offensive sucht. Das Ganze wirkt aber sehr planlos. Die Devise lautet: „Hinten dicht - und vorne hilft der liebe Gott“.
Die Blues sind taktisch gut eingestellt, spielen modernen Fußball, halten dagegen und wirken solide und abgeklärt, können aber wenige Glanzpunkte setzen. Das Spiel ist insgesamt ausgeglichen. Die Reds vertrauen auf das alte System mit einem Libero und einem Vorstopper vor der Abwehr.
Ausschlaggebend wird der Ausgang der Zweikämpfe in den Schlüsselpositionen sein. Wir geben zurück ins Funkhaus und melden uns, sobald etwas passiert. Es wird eng. Eine Entscheidung wird wohl erst in den nächsten Tagen fallen.



