Thumbnail zeigt das Videospiel "Atomfall" mit postapokalyptischer Landschaft, zerstörten Gebäuden und einem bewaffneten Charakter im Vordergrund. Text: "Dieser Shooter ist DOCH kein Fallout-Klon - Gott sei Dank!

Atomfall: Das Spiel, das Fallout-Fans überraschen wird

Das neue Spiel „Atomfall“ vom Entwickler Rebellion, bekannt durch die Sniper Elite-Reihe, entführt Spieler in eine postapokalyptische Welt, die sowohl an „Fallout“ als auch an „Stalker“ erinnert, aber dennoch eine eigene Identität besitzt. In „Atomfall“ erwachen Spieler in einem heruntergekommenen Bunker in Nordengland und müssen sich ihren Weg aus der sogenannten Zone rund um das Atomkraftwerk Windscale bahnen.

Die Handlung spielt im Jahr 1962, fünf Jahre nach einer Katastrophe im Kraftwerk, die das Gebiet unter Quarantäne stellte. Spieler schlüpfen in die Rolle einer Figur mit Gedächtnisverlust und erkunden die Zone auf der Suche nach dem mysteriösen „Übergang“. Dabei bietet „Atomfall“ ein einzigartiges Questsystem: Anstatt klassischen Quests folgen Spieler sogenannten „Leads“, die sie selbstständig durch Erkundung und Gespräche mit den Bewohnern der Zone verfolgen müssen. Diese Herangehensweise verleiht dem Spiel einen detektivischen Charakter und fordert die Spieler, aktiv in die Geschichte einzutauchen.

Die Welt von „Atomfall“ beeindruckt mit ihrer detaillierten Darstellung des ländlichen Englands, das in sattem Grün erstrahlt. Spieler erkunden Wälder, verlassene Industrieanlagen und Dörfer, wobei die statische Beleuchtung für eine konstant ansprechende Optik sorgt. Trotz der optischen Reize bleibt die Landschaft jedoch relativ monoton, da es keinen Tag-Nacht-Wechsel oder Wetterveränderungen gibt.

Im Vergleich zu seinen Vorbildern bietet „Atomfall“ jedoch keine bloße Kopie, sondern punktet mit einem eigenständigen Stil und einer Vielzahl von Optionen zur Anpassung des Spielerlebnisses. Spieler können die Schwierigkeit der Kämpfe und die Menge der gefundenen Beute individuell anpassen. Auch das Schleichsystem und die Gegner-KI stellen eine Herausforderung dar, da Gegner schnell alarmiert werden und es an praktischen Schleich-Gadgets mangelt.

Der offene Kampf hingegen überzeugt mit wuchtigen Nahkampfwaffen und einem begrenzten, aber effektiven Arsenal an Schusswaffen. Spieler müssen strategisch vorgehen und Kopftreffer landen, um ihre Gegner effizient auszuschalten. Die Geschichte von „Atomfall“ entfaltet sich durch die Entdeckung und Entschlüsselung von Hinweisen, die die Spieler nach und nach in die Geheimnisse der Zone einweihen.

Trotz einiger Schwächen, wie einem unübersichtlichen Menü und einer wenig wendungsreichen Geschichte, bietet „Atomfall“ ein spannendes Abenteuer für Fans von postapokalyptischen Spielen. Die Kombination aus Erkundung, Rätseln und Kämpfen sorgt für eine unterhaltsame Spielerfahrung, die vor allem durch ihre Ecken und Kanten besticht. „Atomfall“ mag nicht die Produktionsqualität eines Blockbusters erreichen, bietet jedoch ein lohnendes Erlebnis für Spieler, die gerne selbstständig die Geheimnisse einer faszinierenden Spielwelt entdecken.

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1 thought on “Atomfall: Das Spiel, das Fallout-Fans überraschen wird

  1. Schade, hatte mich gefreut wenn’s Fallout mehr ähneln würde, da wir noch viel zu lange auf ein neues warten dürfen.. sieht trotzdem ganz nett aus aber mir doch nicht das Geld wert

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